Dr. med. dent. Wolfgang Baumgartl

Dr. med. dent. Wolfgang Baumgartl M.Sc.
Praxis für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde

Franziskanerstr.16,  81669 München
Telefon  089 / 482898

Sprechzeiten
Mo - Do    8-12 Uhr und 14-18 Uhr
Fr             8-12 Uhr

Implantologie

In schwierigen Fällen verwenden wir das Verfahren der Firma www.med3D.de zur sicheren Implantation.

Die Planungssoftware wurde Ende der 90iger Jahre von einem Heidelberger Team mit Unterstützung der dortigen Universität entwickelt. Sie wird mittlerweile weltweit in implantologisch tätigen Praxen und Kliniken eingesetzt. Damit kann virtuell auf dem Praxiscomputer die gewünschte Implantatposition bestimmt und mittels eines sogenannten Positionierers auf eine Bohrschablone übertragen werden.
So ist die exakte Implantatposition vorhersagbar und kalkulierbar geworden. Die med3D-Navigation funktioniert mit jedem auf dem Markt befindlichen Implantatsystem. Das erhält dem Implantologen die Unabhängigkeit von irgendwelchen Implantatherstellerfirmen. Das Geniale dieser Technologie aber liegt in der gleichzeitigen Darstellung von geplanter Prothetik und knöcherner Kieferstruktur. Operative Maßnahmen wie Augmentationsverfahren können präoperativ ermittelt, und der Patient darüber aufgeklärt werden. Das Risiko einer Schädigung anatomischer Nachbarstrukturen (Nerven, Nachbarzahnwurzeln, Kieferhöhle) kann ausgeschlossen werden. So wird der wachsende Anspruch auf einen minimalinvasiven Eingriff erfüllt.

Im folgenden werden die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben, die ein engmaschiges Werk von Zahnarzt, Implantologen, Radiologen und Zahntechniker darstellen.

Gipsmodell
Nach der Abdrucknahme wird auf dem Gipsmodell ein wax-up der er geplanten prothetischen Suprakonstruktion hergestellt.
Gipsmodell mit Bariumsulfat
Die zu ersetzenden Zähne werden durch Bariumsulfat markiert, um eine Röntgensichtbarkeit zu erzielen.
Wachsmodellation
Über eine Wachsmodellation wird eine Aufbissschiene gefertigt, in die als Referenzobjekt ein Legobaustein eingearbeitet wird.
Legostein für den Abgleich
Dieser Lego dient zum späteren Abgleich der med3D-Software mit den gewonnenen Röntgendaten.
röntgenopake Markierungen
Zur Absicherung werden zwei röntgenopake Markierungen angebracht, um eventuelle Übertragungsfehler bemerkbar zu machen. Seitliche Aufbisse auf der Schiene ermöglichen eine zentrale Positionierung des Legos in der geöffneten Mundhöhle. So bleiben Verstrahlungen, etwa von Metallkronen, irrelevant, und ein Verrutschen der Schiene wird verhindert.
Computertomograph
Die Aufnahme erstellt ein Radiologe am Computertomographen. Die dabei gewonnenen Dicom-Daten werden auf eine CD gebrannt und zur Auswertung an die implantologische Praxis mitgegeben.
implant3D-Praxissoftware
Hier wird der Datensatz in die spezielle implant3D-Praxissoftware eingelesen. Die Ansicht erfolgt in drei Fenstern, je eines für die sagittale, transversale und achsiale Ebene. In einem vierten Fenster werden die Daten graphisch dargestellt und farbig visualisiert.
implant3D-Praxissoftware - Ausrichtung
Im nächsten Schritt werden der virtuelle und der reelle Legobaustein deckungsgleich gebracht, und die Sicherheitsmarkierungen überprüft.
Hauptast des Unterkiefernerven räumlich dargestellt
Mit Hilfe eines Nervdedektors kann der Hauptast des Unterkiefernerven räumlich dargestellt werden. Das verhindert eine spätere Schädigung während der Operation.
Positionierung

Aus einer Liste aller am Markt befindlichen Systeme kann das nach Durchmesser und Länge optimale Implantat ausgewählt und an die gewünschte Stelle positioniert werden.

Positionierer

Es kann auf die ideale prothetische Lage ausgerichtet werden. Die so ermittelte Position wird auf ein Datenblatt ausgedruckt und zur weiteren Umsetzung dem Zahntechniker ausgehändigt. Dieser überträgt im Labor die errechneten Daten auf einen Positionierer. Dieses Gerät ermöglicht die reelle Lagebeziehung der Implantate zum Kiefer und überträgt sie auf die Schablone, indem es Titanhülsen zur Bohrerführung platziert.

Schablone
Übertragung auf die Schablone
Implantation
Implantation

So gewährleistet die gefertigte Schablone während der Implantation die richtige Implantatposition. Gleichzeitig kann sich der Operateur die lokale Anatomie auf dem Bildschirm visualisieren.

Mit dieser Methodik ist der modernen Implantologie ein weiterer Meilenstein gelungen.